BMW i3

BMW und die Zukunft. Wo geht die Reise hin beim Automobilkonzern. Äußerungen des BMW Entwicklungs-Vorstand, Herrn Klaus Fröhlich treiben einem Sorgenfalten auf die Stirn.
Worum geht’s denn eigentlich?

Bundestag mit Deutschlandfahne

Zum E-Auto Gipfel im Bundeskanzleramt waren am 24.06.2019 eine Auswahl an Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik geladen. Die Selektion der teilnehmenden Personen zeigte schon in etwa auf, welches Ergebnis zu erwarten war

Laden am Fastnet Charger

Die letzten Wochen ist einige Bewegung in die Tarifstruktur der unterschiedlichen Anbieter gekommen. Wo geht die Reise hin bei den Ladepreisen.
Sehr günstige Lockangebote sind verschwunden. Es zeichnet sich eine Umstellung auf kW/h basierte Abrechnung an, teilweise zusätzlich mit einer Zeitkomponente. Manche Anbieter entwickeln sich eher in Richtung Abzocke. Kurzum, eine wenig erfreuliche Entwicklung, die einem Sorgenfalten auf die Stirn treibt.

Laden in der Garage

Die eigene Garage, sofern man sie besitzt, ist sowas wie der sichere Hafen, wenn es ans Laden geht. Dort kenne ich meinen Tarif, hab keinen Unsicherheitsfaktor der mitschwingt. Es kann sogar sein, das dies in Zukunft die günstigste Art zu laden sein wird. Bisher war es, zumindest bei mir, eher so, dass ich unterwegs an verfügbaren Säulen geladen habe, da es dort einfach günstiger war. Ja, auch ich bin nicht frei von Geiz ist Geil.

So langsam setzt sich jedoch die Erkenntnis durch, dass es durchaus sehr bequem ist, abends das Auto anstecken, morgens vollgeladen losfahren. Von daher könnte man die Ladetarife an öffentlichen Säulen eigentlich etwas vernachlässigen.

Viele haben jedoch nicht die Möglichkeit am Haushaltsstrom zu laden. Und auch ich nutze natürlich, wenn es sich anbietet, öffentliche Ladesäulen.

Neue Tarife

Am bekanntesten und umstrittensten, war wohl der Tarifsprung der Telekom, jetzt get charge. Von sehr günstigen 2 Cent/min. auf minimum 29 Cent je kW/h.
Objektiv betrachtet ist auch der verbrauchsabhängige Tarif nicht unfair, wenn es da nicht die Einschränkung mit den nicht bevorzugten Ladepartnern gäbe. Die Ladung dort kostet 89 Cent je kW/h. Das ist viel zu teuer. Freiwillig tankt mit diesem Tarif wohl keiner. Aber so ganz einfach ist es ja mit der Freiwilligkeit nicht. Wer hat schon jeweils, gerade jetzt zu Anfang, die Liste der bevorzugten Ladepartner parat. So hab ich im Hinterkopf immer die Sorge, hoffentlich ist es, Stand heute, auch noch die Liste die gilt. Und hab ich nicht irgendwas verwechselt.

Eigentlich möchte ich sicher wissen, was mich das Laden jetzt kosten wird. Wie früher, zu alten Zeiten, an der Tankstelle. Also Telekom, teilweise Mist.

Fastnet kündigt eine faire Abrechnung nach kW/h an (ab 01. Mai 19). Fair klingt gut, schafft Vertrauen. 59 Cent je kW/h lässt mein Vertrauen aber schnell schwinden. Da will ich nicht laden. Ich kanns umgehen, mit Roamingpartnern. Aber eigentlich wollte ich einen fairen Tarif, ohne Nachdenken und grübeln und Internetseiten durchstöbern. Fastnet, Mist.

Ionity bietet das Laden zum transpartenten Pauschaltarif von 8 Euro an. Transparent schon. Für meinen Ioniq, mit kleinem Akku aber nur mit komplett leerem Akku so einigermassen ok. Aber ich fahr nicht mit leerem Akku an die Ladesäule. OK, ein Plan B ist bei einem Ladepark mit mehreren Säulen, wie ihn Ionity bietet nicht mehr so zwingend erforderlich. Aber man kann die Entfernungen halt schlecht darauf auslegen, mit leerem Akku anzukommen. Ein Audi e-tron Fahrer freut sich über die pauschale Abrechnung. Auch hier funktioniert aber Roaming. Problem dabei, siehe oben.

Was bringt die Zukunft

Bisher leider nur Vermutungen und Absichtserklärungen. Nichts wirklich konkretes. Aber, es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass es sich zum Besseren ändern wird.

Auf seinem Vortrag auf der Umweltmesse Landshut, sprach Kurt Sigl, Präsident des Bundesverband Elektromobilität, davon, dass es zukünftig vermutlich eine Art Flatrate zum Laden geben werde. Einzelheiten konnte er allerdings noch nicht verraten. Es ist die Frage, wie fair so eine Modell dann wieder sein kann. Der Wenigfahrer wird eher nicht so begeistert sein.

Zumindest hätte man jedoch klare Ausgaben pro Monat. Und keine Sorgenfalten beim Laden an diversen unterschiedlichen Ladesäulen.

Beim electrive talk auf der Hannover Messe, wurde von Seiten Porsche und VW kund getan, dass man bei diesen Herstellern an einer Lösung arbeite, mit dem Fahrzeugkauf auch eine Abdeckung der Ladekosten anzubieten. Eine sogenannte plug and play Lösung. Anstecken, ohne freischalten der Säule, Laden. Das Fahrzeug kommuniziert via Handshake mit der Ladesäule und ermöglicht das Laden und auch die Abrechnung. Einzelheiten wurden selbstverständlich noch nicht genannt. In wie weit sich diese Konzept durchsetzt und was umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Auch eine Angabe zu den Kosten gab es noch nicht. Das Prinzip klingt vielversprechend, kann aber mit einem nicht akzeptablen Preis gleich wieder zunichte gemacht werden.

Jedoch zeigt es deutlich, dass sich auch die Hersteller Gedanken machen, wie dieser Tarifdschungel gelichtet werden kann. Eine Lösung kann somit erwartet werden, leider noch ohne Angabe eines Zeitrahmens.

Aber auch anhand dieser Stellungnahme aus dem VW-Konzern zeigt sich, wie wichtig es ist, dass der größte Automobilhersteller mit an dem Strang Elektromobilität zieht. Es könnte was bewegt werden in Deutschland.

Sehr interessant finde ich auch die Idee von Michael Schmitt, der auf seinem YouTube Video die Idee für eine Community Ladekarte in den Raum geworfen hat. Ganz allgemein wäre eine stärkere Community Arbeit vielleicht grundsätzlich interessant. Vielleicht im Rahmen eines Elektromobilitätsvereins. In Österreich hat man sowas recht erfolgreich, auch mit dem Angebot einer Ladekarte. Darüber lohnt es sich nachzudenken und gegebenenfalls Mitstreiter zu finden.

Elektromobilität 2019

Wenn man in den letzten Wochen und Monaten die Medien verfolgt, könnte man den Eindruck gewinnen, dass bei der Elektromobilität das Jahr 2019 als Jahr des Aufbruchs in die Geschichtsbücher eingeht.

Im großen Stil kündigen die deutschen Hersteller neue Modelle von Elektroautos, in unvorstellbarer Vielfalt an. Zwar nicht dieses Jahr und vielleicht auch nicht unbedingt gleich nächstes Jahr, aber sie sind sich sicher, dass ein wahres Modellfeuerwerk am Start ist. Allen voran Volkswagen, die sich nun mit ganzem Eifer der Elektromobilität widmen wollen.

Ankündigungsweltmeister oder Überzeugungstäter

Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit immer häufiger. Klar ist, dass der Wandel zur Elektromobilität seine Zeit braucht. Aber ebenso klar ist mir, dass man von Seiten der deutschen Hersteller lange die Verbrennertechnologie verteidigt hat und das Thema batteriebetriebene Fahrzeuge als Unfug abgetan hat. Jetzt erkennt man, dass man diesen Weg mitgehen muß, ob man will oder nicht. Und das geht, meiner Meinung nach, jetzt in einem rasanten Tempo. Limitiert hauptsächlich wegen knapper Akkukapazitäten.
Noch 2017 hat der damalige VW-Manager Matthias Müller in einem vor Arroganz kaum zu überbietenden Statement über Tesla gelästert.

2019 ist man sich sicher das der Elektromobilität die Zukunft gehört.

Die ersten Auswirkungen des Wandels zeigen die jüngsten Zulassungszahlen. Noch wird das ganze auf die Probleme mit der WLTP-Zulassung geschoben. Ob das der einzige Grund ist, darf zumindest angezweifelt werden. Weltweit sank der Verkauf von VW allein im Dezember um neun Prozent.
Jeder zweite VW wird aktuell in China verkauft. China ist momentan der wichtigste Absatzmarkt und setzt verstärkt auf Elektroautos. Und China baut diese Elektroautos inzwischen selbst. Aktuell, nicht erst in zwei Jahren. Und will damit auch in Europa auf den Markt drängen. Spätestens jetzt schrillen in den Vorstandsetagen die Alarmglocken.

Befeuert wird das ganze auch noch von Tesla. Das Model 3 verkauft sich sehr gut. Ist ebenfalls aktuell schon erhältlich und nicht nur angekündigt. Zudem hat man vor kurzem Preissenkungen, vor allem bei den hochwertigen Ausstattungslinien, publiziert.

Das Thema Elektromobilität nimmt extrem Fahrt auf und es droht ein Desaster für die deutsche Automobilwirtschaft. Ein Desaster, das den ganzen Standort Deutschland treffen kann, aufgrund fataler Fehlentscheidungen im Management einzelner Firmen.

Auf Ankündigungen müssen jetzt sehr zügig Taten folgen.

Ablenkungsmanöver

Häufig hört man noch, der Staat müsse für eine ausreichende Infrastruktur sorgen, damit sich die Elektromobilität durchsetzen kann. Vorher hat es ja keinen Sinn diese Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, weil sie der Kunde nicht will.

Aber oh Wunder, der Kunde kauft jetzt schon Elektroautos, und die Zulassungszahlen nehmen zu. Zugegeben noch relativ langsam, aber ich bin mir sicher, das wird sich sehr schnell steigern. Die Nachfrage ist da.

Natürlich steht außer Frage, das sich bei der Ladeinfrastruktur noch viel bewegen muss. Eine bessere Verteilung der Schnellladesäulen. Eine Ausstattung mit mehreren Ladesäulen an einem Platz. Abrechnungstechnisch muß es Vereinfachungen geben. Aber das hätte man ja ebenfalls schon verstärkt in Angriff nehmen können. Wenn man es ernst meint.

Die deutschen Fahrzeughersteller sollten sich ein Beispiel an Tesla nehmen. Das Unternehmen hat ohne staatliche Förderung ein weltweites Netz an Superchargern installiert. Und der Aufbau dieser Ladeinfrastruktur zahlt sich jetzt aus. Das hat viel Geld gekostet, ohne Zweifel. Aber beispielsweise der VW-Konzern hat einen ganz anderen finanziellen Background als es Tesla hat. Mutige Entscheidungen sind das Stichwort.

Jetzt hat Volkswagen ein Papier veröffentlicht, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird die Förderung der Elektroauto umzustrukturieren und fordert die Regierung zu schnellem Handeln auf. Die Vorschläge zielen ganz klar auf die in Kürze erscheinenden VW-Modelle ab. Es klingt ein klein wenig nach Panik.

Vielleicht sehe ich das Thema zu kritisch. Ich hoffe ich werde eines besseren belehrt. Anstrengungen bedarf es von mehreren Seiten um den Wandel zur Elektromobilität zu schaffen.

Und den Artikel bitte nicht falsch verstehen, ich wünsche es, vor allem dem VW-Konzern, dass er die Wende schafft. Es hängt zu viel an diesem Hersteller. Too big to fail.

Graphendarstellung

Im letzten Quartal 2018 ist der Anteil an Diesel Neuzulassungen innerhalb der EU weiter gesunken. Alternative Antriebe konnten Marktanteile dazugewinnen. Vereinfacht gesagt: Diesel flop, Alternativen hopp.

Diesel im Abwärtstrend

Wie bereits in den vorangegangenen Quartalen, sinken die Zulassungszahlen für Diesel PKW. Der Marktanteil innerhalb der EU sank auf knapp 34 Prozent. Vor einem Jahr noch, war der Diesel mit 41,2 Prozent, deutlich stärker nachgefragt. Die Verunsicherung unter den Autofahrern ist offensichtlich groß. Die Dieselfahrverbot-Diskussion leistet hier ganze Arbeit. Der ehemalige Heilsbringer, was den CO2-Ausstoß angeht, verliert zunehmend das Vertrauen. Die Masse an Umsteigern wechselt jedoch zum Benzin getriebenen Fahrzeug. Dort wuchsen die Zulassungszahlen um etwa 5 Prozent, auf nunmehr 57,2 Prozent.

Nicht vergessen darf man allerdings dabei den erhöhten CO2-Ausstoss im Vergleich zum Diesel. Die ohnehin schon nicht erfüllten CO2-Grenzen sind somit noch schwerer einzuhalten.

Benzinmotoren werden zwar tendenziell immer sauberer, aber im Gegenzug werden die Fahrzeuge größer, schwerer und leistungsstärker.

Alternative Antriebe werden stärker nachgefragt

In zunehmenden Masse zeichnet sich inzwischen auch der Wechsel zu den alternativen Antrieben ab. Zusammengefasst unter diesem Oberbegriff sind vollelektrische Fahrzeuge, Hybride und gasbetriebene Kfz.

Vor allem vollelektrische und Hybride haben einen Sprung bei den Zulassungen gemacht.

Insgesamt befinden sich Fahrzeuge mit vollelektrischen Antrieb auf dem Vormarsch. In den USA, China und den 5 wichtigsten europäischen Märkten wurden im vergangenen Jahr 1,1 Millionen Stromer verkauft. Das entspricht einer Steigerung um 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerungsraten bei den rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen waren dabei deutlich höher als bei den Hybriden und auch als bei den Plug-in-Hybriden.
PwC Analyst Christoph Stürmer sagte dazu: “Wenn sich der Trend aus 2018 in den führenden Märkten fortsetzt, dann wird schon in diesem, spätestens im nächsten Jahr, jedes zweite neu zugelassene Elektroauto ein reiner Stromer sein.”

Deutscher Markt für Elektroautos wächst langsam

In den europäischen Ländern sind von 1.000 neu zugelassenen Fahrzeugen 8 vollelektrische, in Deutschland 11. International führend ist China, die bereits auf 34 rein batteriebetriebene Autos pro 1.000 Zuklassungen kamen.
In Europa überwiegt immer noch der Trend zu den Hybriden, getrieben vor allem von den Herstellern, die damit ihren CO2-Flottenverbrauch senken können.
Norwegen ist in Europa Vorreiter, was die Zulassung von Elektroautos betrifft. Da kommt es den Verbrenner-Herstellern nur recht, das die in Norwegen zugelassenen Elektroautos neuerdings doppelt auf ihren Flottenverbrauch angerechnet werden. Auch wenn Norwegen kein EU-Staat ist, für die Statistik nimmt man es da nicht so genau. Für jeden in Norwegen zugelassenen Elektro-PKW kann man dann in der EU wieder einen Diesel oder Benziner verkaufen. Kuhhandel.

Norwegen fördert die Elektromobilität enorm, daher entwickelt sich der Markt dort dementsprechend stark.

Zusammenfassend kann man sagen, die Elektromobilität befindet sich auf einem guten Weg. Die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen steigt überproportional. Zeit für die deutschen Hersteller mit Fahrzeugen auf den Markt zu kommen.
Wenn die Versprechen wahr werden, dann sollte einem auch da nicht zu Bange sein.

News Vorurteile Sammelsurium

Ein wahres Sammelsurium an Vorurteilen gegen die Elektromobilität hat vor einigen Tagen der Hauptgeschäftsführer von Niedersachsen Metall, der Metallindustriellen-Verband Niedersachsen eV., Volker Schmidt, in einem Zeitungsinterview abgefeuert. Ich will hier nur relativ kurz auf seine Argumente eingehen. Das Meiste wird, aufgeteilt auf die verschiedenen Themen, hier im Blog in gesonderten Artikeln dargestellt.
Dieses Interview strotzt allerdings so vor Falschaussagen das man es nicht unkommentiert stehen lassen kann und sollte. Zum nachlesen und wundern.

Verbraucher nehmen E-Fahrzeuge nicht an

Die EU versuche, die E-Mobilität mit der Brechstange einzuführen und zwar unabhängig davon, ob die E-Fahrzeuge vom Verbraucher überhaupt angenommen werden.

Lieferzeiten der aktuell gängigsten E-Fahrzeuge
Hyundai Kona 18 Monate
Kia d-Niro ca. 12 Monate
Hyundai Ioniq ca. 10 Monate, aktuell nicht bestellbar
Renault Zoe 4 Monate
Tesla Model 3 2 Jahre
Tesla Model S 3 Monate
VW e Golf 7 Monate
Audi eTron, Mercedes EQC, Porsche Taycan nicht bestellbar.

Ich denke, die Lieferzeit kommt nicht daher weil das alles Vorführwagen sein sollen, die mit Tageszulassung auf den Markt geschmissen werden, um Stückzahlen zu erreichen.

E-Mobilität ist die derzeit klimaschädlichste Antriebsart

Es wird immer wieder auf den CO2 Rucksack abgezielt, den das Elektroauto aufgrund seiner Batterie mit sich herumschleppt. Die CO2 Belastung sei so hoch, dass ein Diesel schon 200.000 Kilometer fahren muss, um soviel CO2 auszustossen wie die Herstellung des Akkus verursacht.

Herr Schmidt wörtlich: “Es ist ein gigantischer EU-amtlicher Selbstbetrug in Sachen CO2, denn E-Mobilität ist die derzeit klimaschädlichste Antriebsart. Doch wie sagt man so schön: Wenn alle dran glauben, ist das die schönste Form von Selbstbetrug.” 

Wer begeht denn hier Selbstbetrug, Herr Schmidt? Ich glaube nicht, dass Sie die Fakten nicht kennen. Warum hier so gepoltert wird, dazu weiter unten mehr

Stichwort klimaschädlichste Antriebsart siehe in diesem Artikel.

Das E-Auto tankt überwiegend Kohle

So so. Gewagte These, Herr Schmidt. Haben Sie denn dazu auch Zahlen oder haut man einfach mal Einen raus weil man grad in Stimmung ist.

Herr Schmidt wörtlich: “Beim heutigen Strommix mit rund 55 Prozent aus fossilen Energieträgern tankt das E-Auto überwiegend Kohle.”

Deutscher Strommix 2018:
Braunkohle 24,3 Prozent,
Steinkohle 15,2 Prozent. Wenn ich richtig rechne sind das dann zusammen 39,5 Prozent.
Quelle: Fraunhofer ISE
Aber vielleicht wissen Sie ja da mehr als alle anderen, Herr Schmidt.

Der Strom reicht nicht

Auch immer wieder gern genommen am Stammtisch. Das Stromnetz bricht zusammen wenn alle Elektroauto fahren. Angesichts der oben genannten Lieferzeiten rechne ich nicht damit das Ende Januar 2019 43 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sind. Aber vielleicht lehne ich mich da ein bisschen weit aus dem Fenster.

Herr Schmidt sagt: “Wenn wirklich im prognostizierten Umfang E-Autos gekauft werden, steigt der Stromverbrauch bei uns exorbitant an. Diese Rechnung macht interessanterweise derzeit niemand auf.”

Doch Herr Schmidt, diese Rechnung wurde bereits durchgeführt, haben Sie vielleicht einfach übersehen in Ihrem begrenzten Umfeld.

Einige Informationen dazu, vom November 18, in meinem Artikel hier.

Zugegeben, der Artikel ist schon aus dem letzten Jahr, also wie Herr Schmidt schon sagt, derzeit mache ich die Rechnung nicht auf, sondern ein wenig früher als er.

Aber Verbrenner und Diesel, was ist damit

Papperlapapp. Einfach weiter so, da ist doch noch keiner dran gestorben, jetzt habt euch mal nicht so ihr Weicheier. So deute ich die Aussagen, aber lesen sie selbst.

Herr Schmidt spricht: der CO2 Ausstoss der Autoflotte ist ein Problem “…weil viele Kunden wegen des Dieselbashings auf Benziner umsteigen und so die CO2 Bilanz verschlechtern.”
Aber die Stickoxide….“Eine Scheindebatte. Es gibt bis heute kein einziges Beispiel dafür, dass durch Stickstoffdioxid im Straßenverkehr ein Mensch zu Tode gekommen ist.” Die Grenzwerte…“nur politisch gesetzte Grenzwerte. Sie sind toxikologisch nicht zu begründen.”

Ein Fachwissen hat der Mann, dass muss man ihm lassen.

Ich empfehle dazu einen Bericht aus dem Manager Magazin.
Da werden Daten vom Umweltbundesamt zitiert. Herr Schmidt beruft sich auf Daten vom Bundesumweltamt, vermutlich eine andere Stelle….

Warum macht der das

Der Artikel muss relativ lang gelesen werden, um zu verstehen was den Mann antreibt. Gut, die Vermutung hat man auch vorher schon.

Er will den Diesel erhalten. Zitat:
“Wir leisten uns als einziges Land der Welt den Luxus, eine Spitzentechnologie wie den Diesel nach allen Regeln der Kunst kurz und klein zu schlagen. Wir ignorieren zudem, dass gerade die deutsche Zulieferindustrie in hohem Maße abhängig ist vom anspruchsvollen Dieselaggregat. Ein Dieselmotor beispielsweise hat ungefähr 2200 Teile. Ein Elektromotor hat 150. Alleine das wird unsere Zulieferindustrie vor große Herausforderungen stellen.” – Quelle: https://www.svz.de/22121627 ©2019

Da kommt mir spontan die Satire in den Sinn. Mehrere Steinzeitmenschen ziehen durch die Straßen mit Transparenten:

Rettet die Faustkeilindustrie

Die Metallindustrie, also der Zweig den er vertritt, hat Angst vor dem Fortschritt. Sicherlich zum Teil auch berechtigt. Manche Betriebe haben die Zeichen der Zeit erkannt und befinden sich bereits in einem Umstellungsprozess. Hin zu neuen zukunftsfähigen Sparten.

Herr Schmidt, Sie sollten versuchen Ihre Mitgliedsbetriebe auf die Zukunft einzustellen und nicht auf die Zukunft zu schimpfen und den Fortschritt zu verteufeln. Das passiert in Deutschland die letzten Jahre leider viel zu oft.

Herr Dr. Volker Schmidt ist übrigens auch Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH in Hannover. Schon alleine deshalb sollte man doch erwarten, offen für die Zukunft zu sein.

Ich will nicht Schwarzmalen, aber die deutsche Autoindustrie muss sich sputen, um den Anschluß nicht zu verpassen. Sonst droht das selbe Schicksal wie für andere Weltmarktführer, siehe Nokia oder Kodak. Zu lange an überholter Technik festgehalten und nicht rechtzeitig auf Veränderung reagiert.

Interessant dazu auch:

Ich hoffe allerdings in dem Fall, daß ich mich täusche und die Autokonzerne mit ihren Entwicklungen bereits weiter sind als sie uns glauben lassen.

Klimakonferenz, Eisbären auf Eisscholle

Bei der aktuell stattfindenden Klimakonferenz in Kattowitz tritt man annähernd auf der Stelle. Im Bereich Verkehr hat man bisher keinen Durchbruch erreicht. Es hat sich in Sachen CO2-Ausstoß eine Steigerung im Bereich Verkehr ergeben. Trotz immer sauberer Motoren. Allerdings werden eben im Gegenzug die Fahrzeuge immer größer, schwerer und leistungsstärker.

Mit Geld kann man nicht Alles kaufen

Deutschland gibt mehr Geld in den Anpassungsfonds, der armen Ländern beim Kampf gegen den Klimawandel helfen soll. 
Gleichzeitig verfehlt man aber seine selbst gesteckten Klimaziele bis 2020 deutlich und erteilt auch einer CO2 Steuer eine klare Absage. Dieses Mittel wählen unter anderem Frankreich, Großbritannien und die Schweiz. Diese Länder hätten ein ganz anderes Steuersystem, betonte die Bundesumweltministerin Svenja Schultze. Über einen CO2 Preis könne man diskutieren, wolle aber Leute mit geringem Einkommen nicht belasten.
Ich bin sicher, die findige Steuergesetzgebung würde eine Lösung finden, wenn sie nur wollte.


Aus dem Verfehlen der Klimaschutzziele bis 2020 will man lernen und hat  jetzt erklärt, die  Ziele für 2030 zu erfüllen. Mit der Erklärung allein wird es allerdings nicht getan sein.
Für die Bemühungen Deutschlands beim Klimaschutz gab es auf der UN-Klimakonferenz den Preis: “Fossil des Tages”.
Immerhin gab Schultze an, dass es zum Kohleausstieg keine Alternative gebe. Man müsse sehen, wie man das mache und die betroffenen Regionen nicht benachteilige. 

Deutschland gibt keine Impulse im Kampf gegen den Klimawandel

Eigentlich sollten wir doch als eine der führenden Wirtschaftsnationen mit gutem Beispiel voran gehen. Dem ist leider nicht so.

Beim Klimaschutzindex, der jährlich vom NewClimate Institute und Germanwatch herausgegeben wird, ist Deutschland auf Platz 27 von 60. Gewertet werden dabei die weltweit größten CO2-Verursacher und die Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele. 
Dabei war Deutschland 2009 mal auf Platz zwei in dieser Aufstellung. 
Beim Emissionsniveau gibt es in Deutschland einen Stillstand auf hohem Niveau. Der ursprünglich einmal starke Ausbau der erneuerbaren Energien flaut ab. Der Kohleausstieg ist nach wie vor nicht beschlossen.
Die Verkehrswende kommt nicht voran.
Es bedarf einiger Anstrengungen um im Ranking wieder aufzusteigen. 

Übrigens sind die USA auf Platz 59, dem vorletzten Platz in diesem Ranking. Nicht verwunderlich, wenn man sich die gegenwärtige Politik ansieht.

Lithiumbatterie Knopfzelle

Dieser Aussage, E-Autos sind umweltschädlich, kann man wohl unumwunden zustimmen. Keiner wird dies ernsthaft bestreiten wollen.

ZDF berichtet über Akkuherstellung

Die Gewinnung der Rohstoffe für die Akkus ist menschenverachtend und umweltschädigend. Es geht in erster Linie um die Metalle Lithium und Kobalt. Zur Zeit sind diese Stoffe noch in jeder Batterie für u.a. Elektroautos vorhanden. Auch in annähernd jedem Smartphone, Tablet und sonstiger mit Akku betriebener Unterhaltungselektronik. Insofern könnte obige Schlagzeile auch lauten: Unterhaltungselektronik ist umweltschädlich. Macht das Ganze trotzdem nicht weniger problematisch.

Kobalt

Kobalt wird unter menschenunwürdigen Bedingungen hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut. Die Minen werden oftmals von ausländischen Eignern betrieben. Die sozialen Missstände vor Ort werden u.a. von Amnesty International angeprangert. Einheimische sind am Geschäft mit dem Kobalt kaum beteiligt.
Das hat dazu geführt, dass Kobalt oft illegal mit bloßen Händen in selbstgehauenen Stollen abgebaut wird. Extrem gefährlich und gesundheitsgefährdend. Der gewonnene Rohstoff wird unter Schmiergeldzahlung an Zwischenhändler weiterverkauft, die das Kobalt dann in den Markt einschleusen. Irgendwann kann keiner mehr nachvollziehen, woher das Kobalt eigentlich stammt. Und vermutlich will man es auch gar nicht wissen.
Bedingt durch die engen Stollen ist dabei Kinderarbeit zusätzlich ein großes Problem.

Lithium

Fast 60 % des weltweit gewonnenen Lithiums stammt aus Chile. Es wird dort überwiegend in der Atacama-Wüste unter umwelttechnisch höchst fragwürdigen Umständen abgebaut.
Dazu wird mineralhaltiges Grundwasser in künstliche Becken gepumpt, zum Verdampfen gebracht. Es bildet sich dann das gewünschte Lithium Konzentrat heraus, welches zum Lithium-Karbonat weiterverarbeitet wird.
Durch diese Abbaumethode mit hohem Bedarf an Grundwasser trocknet das Gebiet immer mehr aus. Ehemals fruchtbare Gebiete vertrocknen, Tiere sterben aus. Kleinbauern in der Region wird jegliche Lebensgrundlage entzogen.

Hersteller blocken auf Nachfrage ab.

Man hat die deutschen Autohersteller zu diesen Fakten befragt. VW äußert sich nicht zu den Lieferanten und Sublieferanten. Mercedes gibt zu das die Rohstoffe aus undurchsichtigen Quellen stammt. BMW wählt die Lieferanten stets aufgrund strengster Kriterien aus. In Wirklichkeit interessiert es niemanden. Die Kosten sind das A und O der Handelsbeziehungen.

Mobilität und Konsum auf Kosten Anderer

Die Wohlstandsgesellschaft will von diesen Problemen am besten nicht belästigt werden. Der ZDF Bericht greift dabei einseitig die Herstellung von Batterien für Elektroautos auf. Ohne Zweifel ist dieser Part auch mit maßgeblich an diesem Drama beteiligt. Hinterfragen muss man dann aber die ganze Konsumgesellschaft. Jeder, wirklich jeder in Deutschland darf sich an die eigene Nase fassen. Wir leben auf Kosten anderer. Jetzt, Früher und in Zukunft. Wir können nur versuchen die Auswirkungen unserer Konsumgesellschaft auf Andere zu minimieren so gut es geht.

Shitstorm in den sozialen Medien

In den Facebook Kommentaren überschlagen sich die Verfechter der Verbrenner Autos mit teilweise haarsträubender Kritik.
Kritik zu diesem Thema ist berechtigt, ohne Zweifel. Aber was man da zu Lesen bekommt, da schwillt mir echt der Kamm.
Mir zuckt der Finger beinahe bei jedem Einzelnen Kommentar darauf zu antworten. Aber keiner will das Problem tatsächlich verstehen. Ich weiß auch nicht ob ich es verstehe oder einfach nur falsch interpretiere.
Das Elektroauto ist nicht die Lösung aller umwelttechnischen Probleme. Es ist ein Teil der Umweltverschmutzung. Aber ein erheblich kleinerer Teil als beim Verbrenner.
Wenn alle an einem Strang ziehen wollen, dann müssen alle auf ihr persönliches Transportmittel Auto verzichten. Dann tragen wir tatsächlich einen kleinen Teil dazu bei, die ganze Welt ein bisschen besser zu machen.

Seid ihr bereit?

Ich bin es nicht, ich will aktuell nicht aufs Auto verzichten. Aber um diese Art der Fortbewegung umweltfreundlicher zu gestalten, steige ich um auf Elektro.

In einem der nächsten Blogbeiträge versuche ich den Verbrenner umwelttechnisch etwas unter die Lupe zu nehmen.

 

 

 

Abgase aus Schornsteinen im Sonnenaufgang

Das statistische Bundesamt hat bekanntgegeben, dass der Autoverkehr für einen CO2-Ausstoß von 115 Millionen Tonnen verantwortlich ist.

Saubere Autos mit immer mehr Leistung

Das ist mit ein Grund, warum der CO2 Ausstoß trotz immer sauberer Motoren nicht wirklich abnimmt. Sieht man sich die neuen Automodelle an, so geht der Trend zu immer noch mehr Leistung. Ein weiterer Grund ist die gestiegene Fahrleistung pro Auto. Der Fahrzeugbestand nimmt ebenfalls zu.
Der momentan Hype um Dieselfahrverbote dürfte zu einer weiteren Steigerung der CO2 Belastung führen. Der Trend wird wieder hin zum Benziner gehen. Der Wechselwille zum Elektroauto ist nur schwach ausgeprägt.
Diese sind, zumindest im Betrieb, kein Verursacher von CO2.

Klimakonferenz in Katowice, Polen

Bei der Klimakonferenz  in Polen will man sich erneut für den Klimaschutz stark machen. Das gaben 16 Staats- und Regierungschefs zu Protokoll. Nur ein Lippenbekenntnis?
Es wird immer wieder um Grenzwerte gefeilscht. Zuletzt einigte man sich nach zähen Verhandlungen darauf, den
CO2-Ausstoß bei Neufahrzeugen bis 2030 um 35% zu senken.
Deutschland wollte eigentlich nur 30%, andere EU-Staaten 40% und mehr.

UN-Bericht meldet Rekordwerte

Laut einem Bericht des UN Umweltprogramms (Unep) müsste die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen mindestens verdreifachen um das Klimaziel des Pariser Abkommens einzuhalten. Es droht eine Erderwärmung um drei Grad.
Die Klimaziele rücken in immer weitere Ferne. Die G 20 Staaten sind nicht auf dem Weg diese Ziele zu erreichen. Einzig Brasilien, China und Japan liegen im Soll.
Die Konzentration von Treibhausgasen hat einen neuen Höchststand erreicht.
Der Unep Bericht rief dazu auf technische Innovationen und eine geschickte Steuerpolitik für einen klimapolitischen Umbruch zu nutzen. Fossile Energieträger müssten verteuert werden.
Einen kleinen Vorgeschmack haben wir aktuell schon an unseren Zapfsäulen. Und das wird bei Weitem nicht das Ende sein, auch wenn wir noch so lamentieren und auf die Grünen schimpfen. Es gibt keine Alternative.

Der Autoverkehr kann da sicherlich nur einen Beitrag leisten und ist nicht alleine verantwortlich. Aber es hilft nichts nur mit dem Finger auf andere zu zeigen, die noch mehr Dreck verursachen. Man muss alle Möglichkeiten zur Verringerung des Schadstoffausstoßes ausschöpfen.

Klage beim Bundesverfassungsgericht

Der Umweltverband BUND und der Solarenergie-Förderverein (SFV) haben zusammen mit mehreren Prominenten Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Gegenstand ist die Untätigkeit der Politik in Deutschland gegen die Bekämpfung des Klimawandels.

Es soll erreicht werden, dass Regierung und Parlament zu mehr Klimaschutz verpflichtet werden. Das Grundrecht auf Leben, Gesundheit und Eigentum ist zu schützen.
Das mindeste ist die Einhaltung des 1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaabkommen. Auch davon ist Deutschland noch entfernt.

In den Niederlanden war eine ähnliche Klage bereits erfolgreich. Die Regierung wurde verurteilt die Treibhausgase bis 2020 um 25% zu senken. Der Staat muss ausreichend Schutz für seine Bürger bieten.

Sollte die Klimaklage beim Bundesverfassungsgericht angenommen werden ist damit zu rechnen das sich der Prozess über Jahre hinzieht. Wichtig ist den Klägern jedoch in erster Linie öffentlich Druck aufzubauen.
Im kommenden Jahr soll ein Klimaschutzgesetz beschlossen werden gegen das jetzt schon viele Lobbyisten und Bedenkenträger wettern.

Deutschland erreicht selbst gesteckte Ziele nicht

Deutschlands Klimaziele und die EU-Klimaziele für 2020 werden nicht erreicht. 1 Million Elektroautos bis 2020 werden nicht erreicht. Deutschland will weiter an der überholten 2 Grad Regel festhalten. Es bedarf verstärkter Bemühungen um beim Klimaschutz besser zu werden. Ein schnellerer Ausbau der Elektromobilität wäre ein probates Mittel. Die Ukraine zum Beispiel erhebt keine Einfuhrumsatzsteuer auf Elektroautos.
Solche Maßnahmen sind bei uns undenkbar. Aber sind Denkverbote in der jetzigen Situation überhaupt noch zulässig?
Wir müssen in die Gänge kommen!

Ein ausführlicher Beitrag zur Klimaklage ist auf oekonews.at erschienen

Straßenbild mit verworrenen Kabeln

Ein Blackout in der Stromversorgung könnte eine Folge von zunehmenden Betrieb von Elektroautos sein.
So ein sich hartnäckig haltendes Vorurteil der Kritiker.

Stromverbrauch steigt unwesentlich

Es steht mehr als genug Energie zur Verfügung um auch erheblich mehr Elektroautos mit Ladestrom zu versorgen.
Ein aktueller Bericht bei firmenauto.de gibt an, dass

eine Million Elektroautos den deutschen Stromverbrauch um lediglich 0,35 % steigern würde.

Selbst wenn alle deutschen PKW, ca. 40 Millionen, elektrisch betrieben würden, führt das nicht zu einem Engpass in der Stromversorgung.
Und das mit ausschließlicher Versorgung durch erneuerbare Energien. Ohne Kohle- und Atomstrom. Was ein äußerst wichtiges Kriterium ist.

Die Versorgung mit erneuerbaren Energien steigt in letzter Zeit stark an.

Energieversorger sehen keine Gefahr

Große Energieversorger wie Eon und Innogy gehen davon aus, das bei Weitem ausreichend erneuerbare Energien zur Verfügung stehen um alle etwaigen Elektromobile mit Strom zu versorgen. Das Bundesumweltministerium ist zum gleichen Ergebnis gekommen.
Zudem werden praktisch zu keiner Zeit alle E-Autos gleichzeitig geladen.
Die Lösung um solche Szenarien erst gar nicht entstehen zu lassen, sind intelligente Ladesysteme. Aber die lassen noch auf sich Warten. Ebenso wie die Einführung intelligenter Stromzähler.

Konzept notwendig

Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen um die Stromversorgung intelligenter zu machen.
Nicht alleine die Dieselproblematik sollte im Vordergrund stehen. Nicht die Umstellung auf neuere Verbrenner sollte das Konzept sein. Vielmehr muss die Zeit jetzt genutzt werden um Alternativen aufzuzeigen und sich klar für einen Wandel der Mobilität einzusetzen.

Stromversorger und Politik gehören zur Entwicklung eines tragfähigen Plans an einen Tisch. Und dann sollte man erwarten können, das es genug schlaue Köpfe gibt um so ein Konzept für eine intelligente Ladestromversorgung auf die Beine zu stellen. Jetzt hat man es in der Hand die richtigen Strukturen zu schaffen.

Strompreise könnten sogar sinken

Die Strompreise für die Haushalte könnten durch den zunehmenden Strombedarf für Elektroautos sinken. Dies hat das  Frauenhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe errechnet. Angenommen wurde ein Bestand von 4 Millionen Elektroautos im Jahr 2030.
Auch hier ist der Knackpunkt der gewählte Ladezeitpunkt. Gesteuerte Ladevorgänge könnten die Stromnetze viel effektiver auslasten, weil Stromspitzen bei hoher Sonnen- und  Windkraft Einspeisung durch gesteuerte Ladevorgänge besser abgefangen werden können. Die Verlegung von Ladezeiten in die Nachtstunden wäre ein weiterer positiver Aspekt. Anreize könnten auch durch eine entsprechende Tarifgestaltung geschaffen werden. Eine flächendeckende Einführung intelligenter Stromzähler lässt ebenfalls auf sich warten.