Bohrinsel in Flammen

Die Akkuherstellung scheint schlimmer zu sein als die Erdölgewinnung. Diesen Eindruck könnte man gewinnen wenn man sich die zahlreichen Statements zu den furchtbaren Umweltschäden durch die Akkuherstellung zu Gemüte führt. Wie sauber ist die Erdölgewinnung? Ist sie vielleicht sogar das kleinere Übel. Schauen wir uns das mal näher an

News Vorurteile Sammelsurium

Ein wahres Sammelsurium an Vorurteilen gegen die Elektromobilität hat vor einigen Tagen der Hauptgeschäftsführer von Niedersachsen Metall, der Metallindustriellen-Verband Niedersachsen eV., Volker Schmidt, in einem Zeitungsinterview abgefeuert. Ich will hier nur relativ kurz auf seine Argumente eingehen. Das Meiste wird, aufgeteilt auf die verschiedenen Themen, hier im Blog in gesonderten Artikeln dargestellt.
Dieses Interview strotzt allerdings so vor Falschaussagen das man es nicht unkommentiert stehen lassen kann und sollte. Zum nachlesen und wundern.

Verbraucher nehmen E-Fahrzeuge nicht an

Die EU versuche, die E-Mobilität mit der Brechstange einzuführen und zwar unabhängig davon, ob die E-Fahrzeuge vom Verbraucher überhaupt angenommen werden.

Lieferzeiten der aktuell gängigsten E-Fahrzeuge
Hyundai Kona 18 Monate
Kia d-Niro ca. 12 Monate
Hyundai Ioniq ca. 10 Monate, aktuell nicht bestellbar
Renault Zoe 4 Monate
Tesla Model 3 2 Jahre
Tesla Model S 3 Monate
VW e Golf 7 Monate
Audi eTron, Mercedes EQC, Porsche Taycan nicht bestellbar.

Ich denke, die Lieferzeit kommt nicht daher weil das alles Vorführwagen sein sollen, die mit Tageszulassung auf den Markt geschmissen werden, um Stückzahlen zu erreichen.

E-Mobilität ist die derzeit klimaschädlichste Antriebsart

Es wird immer wieder auf den CO2 Rucksack abgezielt, den das Elektroauto aufgrund seiner Batterie mit sich herumschleppt. Die CO2 Belastung sei so hoch, dass ein Diesel schon 200.000 Kilometer fahren muss, um soviel CO2 auszustossen wie die Herstellung des Akkus verursacht.

Herr Schmidt wörtlich: “Es ist ein gigantischer EU-amtlicher Selbstbetrug in Sachen CO2, denn E-Mobilität ist die derzeit klimaschädlichste Antriebsart. Doch wie sagt man so schön: Wenn alle dran glauben, ist das die schönste Form von Selbstbetrug.” 

Wer begeht denn hier Selbstbetrug, Herr Schmidt? Ich glaube nicht, dass Sie die Fakten nicht kennen. Warum hier so gepoltert wird, dazu weiter unten mehr

Stichwort klimaschädlichste Antriebsart siehe in diesem Artikel.

Das E-Auto tankt überwiegend Kohle

So so. Gewagte These, Herr Schmidt. Haben Sie denn dazu auch Zahlen oder haut man einfach mal Einen raus weil man grad in Stimmung ist.

Herr Schmidt wörtlich: “Beim heutigen Strommix mit rund 55 Prozent aus fossilen Energieträgern tankt das E-Auto überwiegend Kohle.”

Deutscher Strommix 2018:
Braunkohle 24,3 Prozent,
Steinkohle 15,2 Prozent. Wenn ich richtig rechne sind das dann zusammen 39,5 Prozent.
Quelle: Fraunhofer ISE
Aber vielleicht wissen Sie ja da mehr als alle anderen, Herr Schmidt.

Der Strom reicht nicht

Auch immer wieder gern genommen am Stammtisch. Das Stromnetz bricht zusammen wenn alle Elektroauto fahren. Angesichts der oben genannten Lieferzeiten rechne ich nicht damit das Ende Januar 2019 43 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sind. Aber vielleicht lehne ich mich da ein bisschen weit aus dem Fenster.

Herr Schmidt sagt: “Wenn wirklich im prognostizierten Umfang E-Autos gekauft werden, steigt der Stromverbrauch bei uns exorbitant an. Diese Rechnung macht interessanterweise derzeit niemand auf.”

Doch Herr Schmidt, diese Rechnung wurde bereits durchgeführt, haben Sie vielleicht einfach übersehen in Ihrem begrenzten Umfeld.

Einige Informationen dazu, vom November 18, in meinem Artikel hier.

Zugegeben, der Artikel ist schon aus dem letzten Jahr, also wie Herr Schmidt schon sagt, derzeit mache ich die Rechnung nicht auf, sondern ein wenig früher als er.

Aber Verbrenner und Diesel, was ist damit

Papperlapapp. Einfach weiter so, da ist doch noch keiner dran gestorben, jetzt habt euch mal nicht so ihr Weicheier. So deute ich die Aussagen, aber lesen sie selbst.

Herr Schmidt spricht: der CO2 Ausstoss der Autoflotte ist ein Problem “…weil viele Kunden wegen des Dieselbashings auf Benziner umsteigen und so die CO2 Bilanz verschlechtern.”
Aber die Stickoxide….“Eine Scheindebatte. Es gibt bis heute kein einziges Beispiel dafür, dass durch Stickstoffdioxid im Straßenverkehr ein Mensch zu Tode gekommen ist.” Die Grenzwerte…“nur politisch gesetzte Grenzwerte. Sie sind toxikologisch nicht zu begründen.”

Ein Fachwissen hat der Mann, dass muss man ihm lassen.

Ich empfehle dazu einen Bericht aus dem Manager Magazin.
Da werden Daten vom Umweltbundesamt zitiert. Herr Schmidt beruft sich auf Daten vom Bundesumweltamt, vermutlich eine andere Stelle….

Warum macht der das

Der Artikel muss relativ lang gelesen werden, um zu verstehen was den Mann antreibt. Gut, die Vermutung hat man auch vorher schon.

Er will den Diesel erhalten. Zitat:
“Wir leisten uns als einziges Land der Welt den Luxus, eine Spitzentechnologie wie den Diesel nach allen Regeln der Kunst kurz und klein zu schlagen. Wir ignorieren zudem, dass gerade die deutsche Zulieferindustrie in hohem Maße abhängig ist vom anspruchsvollen Dieselaggregat. Ein Dieselmotor beispielsweise hat ungefähr 2200 Teile. Ein Elektromotor hat 150. Alleine das wird unsere Zulieferindustrie vor große Herausforderungen stellen.” – Quelle: https://www.svz.de/22121627 ©2019

Da kommt mir spontan die Satire in den Sinn. Mehrere Steinzeitmenschen ziehen durch die Straßen mit Transparenten:

Rettet die Faustkeilindustrie

Die Metallindustrie, also der Zweig den er vertritt, hat Angst vor dem Fortschritt. Sicherlich zum Teil auch berechtigt. Manche Betriebe haben die Zeichen der Zeit erkannt und befinden sich bereits in einem Umstellungsprozess. Hin zu neuen zukunftsfähigen Sparten.

Herr Schmidt, Sie sollten versuchen Ihre Mitgliedsbetriebe auf die Zukunft einzustellen und nicht auf die Zukunft zu schimpfen und den Fortschritt zu verteufeln. Das passiert in Deutschland die letzten Jahre leider viel zu oft.

Herr Dr. Volker Schmidt ist übrigens auch Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH in Hannover. Schon alleine deshalb sollte man doch erwarten, offen für die Zukunft zu sein.

Ich will nicht Schwarzmalen, aber die deutsche Autoindustrie muss sich sputen, um den Anschluß nicht zu verpassen. Sonst droht das selbe Schicksal wie für andere Weltmarktführer, siehe Nokia oder Kodak. Zu lange an überholter Technik festgehalten und nicht rechtzeitig auf Veränderung reagiert.

Interessant dazu auch:

Ich hoffe allerdings in dem Fall, daß ich mich täusche und die Autokonzerne mit ihren Entwicklungen bereits weiter sind als sie uns glauben lassen.

Vorurteile gegen Elektromobilität , Foto Ladeplatz

In Gesprächen wird man eigentlich immer wieder mit den selben Vorurteile gegen Elektromobilität konfrontiert. Und auch wenn man immer und immer wieder die selben Argumente wiederholt, es scheint an manchen einfach nur abzuprallen. Vorgefertigte Meinungen. Um sich selbst wirklich ein Urteil zu bilden, sollte man aber so fair sein und versuchen alle Aspekte in die Beurteilung mit einzubeziehen. Einige Fakten versuche ich in dieser Artikelreihe zu sammeln und darzustellen. Vielleicht regt es wenigstens zum Nachdenken an.

Die Akkuherstellung ist umwelttechnisch ein Desaster

Ja, die Herstellung der Batterien ist umweltbelastend. Um die Batteriezellen herzustellen braucht es eine Menge Energie. Benötigt werden auch Rohstoffe wie Lithium und Kobalt. Immer wieder wird das in der Argumentation gegen E-Autos aufgenommen. Zu Recht?

Vorurteil Energieverbrauch Batterieherstellung

Das Thema Energieverbrauch bei der Batterieherstellung wird zum Beispiel von Tesla in den Fokus genommen. Der Einsatz von regenerativen Energien soll erhöht werden . In der eigenen “Gigafactory ” soll der Strom dafür mit dem weltgrößten Solardach gewonnen werden. Der Bau schreitet zügig voran. Es ist zu hoffen, dass auch andere Batteriehersteller diesen Weg einschlagen und die CO2 Belastung dadurch reduzieren.


Bisher wird, je nach Studie, eine umgerechnete CO2 Belastung von 110 bis 170 kg pro kW/h Speicherkapazität der Batterie angenommen. Die Studien schwanken dabei, je nach Auftraggeber und gewünschtem Ergebnis. Aufgrund dieser hohen CO2 Belastung macht es durchaus Sinn, nicht unbegrenzt große Akkus in den Autos zu verbauen. Wenn die Kapazität nur vielleicht zehn- oder zwanzigmal im Jahr benötigt wird (Reichweitenangst). Realistische Akkugrößen für den alltäglichen Einsatz sind gefragt und fordern sicherlich ein klein wenig Umdenken, beim Umstieg vom Verbrenner.
Zum Thema Reichweitenangst mehr in einem der nächsten Artikel.

Eine Anmerkung, wie lange es dauert, um diesen “CO2 Rucksack” wieder herein zu holen, findet sich weiter unten im Text. Grob gesagt 30.000 bis 45.000 km. Stark abhängig vom Anteil der regenerativen Energien beim Aufladen. Und auch abhängig von der Fahrzeugklasse und der Akkugröße.

Vorurteil Kobalt

Die für die Akkuherstellung verwendeten Rohstoffe stehen ebenfalls in der Kritik. Vor allem Kobalt hat hier einen zweifelhaften Ruf. Die größten Vorkommen von Kobalt befinden sich in der Republik Kongo. Ein Land das umwelttechnisch und von Seiten der Menschenrechte nicht zu den Vorbildern gehört.
Der Rohstoff Kobalt an sich ist nicht selten. Man schätzt die Vorkommen weltweit auf etwa 25 Millionen Tonnen. 2016 förderte man 125.000 Tonnen. Schätzungsweise soll sich bis zum Jahr 2025 die jährliche Fördermenge auf 155.000 Tonnen erhöhen.
Im Kongo gewinnt man dabei eine Menge von etwa 20 Prozent durch sogenannten Kleinbergbau. Das heißt mit einfachen Mitteln durch die Bevölkerung, oftmals Kinder oder besser Jugendliche. Laut Amnesty International sind die Jugendlichen 15 bis 17 Jahre alt und dürfen laut Recht des Kongos arbeiten. 150.000 Menschen sind in diesem Kleinbergbau beschäftigt. Der Abbau von Kobalt ist ein Nebenprodukt von beispielsweise Kupferabbau. Insgesamt 98 Prozent des Kobaltabbaus geschieht als Nebenprodukt und ist nicht auf die primäre Gewinnung ausgerichtet.
In einem 50 kWh Akku befinden sich, je nach Hersteller 4,5 bis 20 kg Kobalt. Die Kosten für Kobalt betragen etwa 50 € je Kilogramm.


Ein Ziel muss und wird die Verringerung der benötigten Kobaltmengen in der Batterie sein. Schon aus wirtschaftlichen Gründen. Auch hier liefert Tesla wieder ein Beispiel: in den BatterieI vom neuen Modell 3 findet sich ein Kobaltanteil von nur noch 2,8 Prozent. Bisher war man von einem Mindestanteil von 8 Prozent ausgegangen, wohlgemerkt nicht nur in der Elektroautobatterie. Panasonic hält in naher Zukunft eine Akkuherstellung ohne Kobalt für möglich.
Andere Hersteller versuchen mit den Betreiberminen faire, nachprüfbare Bedingungen zur Förderung des Rohstoffs auszuhandeln oder haben diese bereits ausgehandelt.

Vorurteil Lithium

Lithium, ein weiterer verbauter Rohstoff, gewinnt man in verschiedenen Teilen der Welt. Jedoch hauptsächlich in Argentinien, Chile und Bolivien. Für die Herstellung benötigt man eine große Menge an mineralhaltigem Grundwasser. Die Lithium Vorkommen selbst sind, nach jetzigem Stand, weit mehr als ausreichend.


Lithium befindet sich gelöst im salzhaltigen Grundwasser der jeweiligen Abbaugebiete. Dieses wird in großen Becken zum Verdampfen gebracht und übrig bleibt Lithiumcarbonat und Kaliumchlorid. Das Verdampfen des Grundwassers führt zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels, was Probleme in der Bewirtschaftung der Flächen mit sich bringt. Diese Darstellung in vielen Medienberichten, wird immer wieder in den sozialen Netzwerken geteilt. Fakt ist jedoch, dass dieses salzhaltige Grundwasser weder als Trinkwasser noch zur Bewässerung geeignet ist.

Gern wird dabei die Atacama Wüste in Chile als Beispiel herangezogen. Dort wird aber das Wasser das zur Flächen Bewirtschaftung und für den Tourismus gebraucht wird, bereits an den Zuflüssen zu dieser Wüste abgenommen.

Deutschland hat sich aktuell Zugang zu Lithiumvorkommen in Bolivien gesichert. Auch dort an einem Salzsee, wo angeblich die weltweit größten Vorkommen vorhanden sind.


Lithium wird für die Akkuherstellung für Elektroautos, Handys, Laptops, Tablets usw. gebraucht. Ebenfalls für die Herstellung von Aluminium, Glas und Keramik.

Die Vorkommen von Lithium werden auf etwa 60 Millionen Tonnen weltweit geschätzt. Wenn alle Autos auf deutschen Straßen ab sofort mit Batterie betrieben würden, wäre eine Menge von 0,3 Millionen Tonnen Lithium erforderlich. Die Vorräte sollten also nicht zu Neige gehen.

Was zudem selten berücksichtigt wird, Batterien der Elektroautos können zu einem sehr hohen Prozentsatz (je nach Studie von 75% bis über 90%) recycelt werden. Oder sie werden als Zweitverwendung als Pufferbatterie in Häusern benutzt. Bei Öl wird’s mit einer Zweitverwendung schwierig.

Leider lassen sich die oben genannte Rohstoffe auch aus den kleinen Batterien von Handys, Tablet und Laptop nicht sinnvoll recyclen.

Soweit zu den Haupt “Negativ Fakten”.

Fahren wir mit dem Verbrenner besser?

Um den Vergleich mit der Batterie zu führen, nimmt man am Besten die Treibstoffherstellung. Sauberer als die Akkuherstellung ist diese nicht. Ganz im Gegenteil.

Es beginnt an der Ölquelle, oder besser noch beim Suchen nach Erdölvorräten. Gefördert werden weltweit 4.000 Millionen Tonnen Erdöl, jährlich und verschwinden, nach Verbrauch, endgültig. Einfach weg, nein nicht einfach Weg, umgewandelt u.a. in CO2. Stickoxide und andere hoch toxische Stoffe. Jahr für Jahr. Zugegebenermaßen wird bei Weitem nicht alles Erdöl als Treibstoff genutzt. Es wird eigentlich für viel wichtigere und sinnvollere Zwecke gebraucht (Kunststoff, Medikamente, Schmierstoffe) Aber ich will mich hier nicht verzetteln.

Die Förderung, der Transport und die Aufbereitung des Erdöls führen zu massiven Umweltverschmutzungen. Es kommt immer wieder zu erheblichen Umweltunglücken.
Zudem wird die Erschließung von Ölvorkommen immer schwieriger, energieaufwendiger und schädlicher; Stichwort Fracking.
Die Förderung bzw. der Besitz von Erdölvorkommen war immer, und ist auch noch immer der Grund vieler Kriege.

Für den Bau von Förder- und Transportanlagen werden wertvolle Wälder, oft auch Urwälder, gerodet und unberührte Küstenregionen mit Industrieanlagen zugebaut.

Bis das Erdöl dann endgültig aus dem Zapfhahn fließt wurde eine erhebliche Menge an Energie aufgewendet. Umgerechnet fährt ein Elektroauto mit der bis dahin verbrauchten Menge 70 bis 80 Kilometer weit.
Da ist der Verbrenner bisher noch keinen Kilometer gefahren.

CO2 Rucksack aus der Akkuherstellung

Wenn man dann weiter rechnet, nehmen wir den Ioniq, so hat der, konservativ gerechnet, einen Verbrauch von 16 kWh/100 km. Ein Benziner dürfte dazu im Vergleich 1,8 Liter benötigen, ein Diesel 1,6 Liter. Das wäre umgerechnet die selbe Energiemenge.
Eine solche Effizienz wird man nicht erreichen. Schließlich entwickelt man schon seit über 100 Jahren den Verbrennungsmotor weiter. Der Elektroantrieb befindet sich damit verglichen erst am Anfang der Entwicklung und wird weiterhin an Effizienz gewinnen.

Der Verbrennungsmotor verpestet mit seinen Abgasen sein Leben lang die Umwelt. Das Elektroauto fährt den Rückstand durch die höhere CO2 Belastung der Akkuherstellung herein und ist anschließend erheblich umweltfreundlicher. Durch die Steigerung der regenerativen Energien verschiebt sich dieser Vorteil immer weiter zu Gunsten des E-Autos.

Die letzten Zahlen vom Januar 2019 sprechen jetzt von einer Quote an regenerativen Energie von 40,4 Prozent am gesamten deutschen Strommix. Und so wird das Argument, dein Elektroauto fährt doch nur mit Kohle, immer weniger zutreffend.

Vergessen wird regelmäßig, dass auch die Herstellung des Verbrennungsmotors und seiner Teile eine CO2 Belastung verursacht. Zahlen über die genaue Höhe habe ich leider nicht gefunden.

Beim derzeitigen in Deutschland herrschenden Strommix rechnet man pro kWh Strom mit einer verursachten CO2 Belastung von knapp unter 500 Gramm (Zahlen noch von 2017), bei Ökostrom sind es 50 Gramm.
Bei der Verbrennung von Benzin entsteht, pro Liter, eine CO2 Belastung von 2.320 Gramm und beim Diesel von 2.650 Gramm.
(Quelle Kraftfahrtbundesamt)

Die Berechnungen, wann welches Auto sauberer fährt, hängt von vielen Variablen ab. Am Ende liegt das Elektroauto, bis auf den Betrieb mit sehr wenigen Kilometern, vorne.

Warum diese Vorurteile

Durch die engagierte Lobbyarbeit der Automobilhersteller werden ganz bewusst falsche Fakten gestreut, die von den Medien aufgegriffen werden. Selten wird dabei das Ergebnis hinterfragt.
Die Cash cow Verbrennungsmotor wird weiter gemolken bis sie tot auf der Wiese liegt. Wenn sich nicht bald etwas an der Einstellung der Hersteller ändert, wird das Arbeitsplätze in erheblichen Umfang kosten und das ist ganz sicher nicht die Schuld der Elektromobilität.

Die gängigen Autozeitschriften plappern natürlich auch immer und immer wieder die Argumente der Hersteller nach. Sie sind schließlich zahlende Anzeigenkunden. Und Hintergrund für eben viele falsche Vorstellungen sind oft Artikel in diesen Zeitungen.

Warum es diese Angst vor dem Elektroauto gibt kann ich nicht verstehen.

Auf eine detaillierte Darstellung der Berechnungen zum CO2 Anteil/km wurde in diesem Artikel verzichtet. Hier sollte es in erster Linie um den angeblich so umweltschädlichen Akku gehen.

Zum weiter informieren kann ich in dem Zusammenhang den Youtube Kanal von 404 Volt empfehlen.

Ergebnisse Klimakonferenz

Auf der Klimakonferenz in Kattowitz hat man 2 Wochen lang um Ergebnisse gerungen. Hat man einen Durchbruch erreicht? Leider Fehlanzeige.
Die Klimakonferenz  hat die Ziele von Paris etwas konkretisiert. Fragen bleiben offen. Es wurden keine Maßnahmen beschlossen um den Klimawandel zu stoppen. 
Das Hauptaugenmerk lag vielmehr auf bürokratischen Entscheidungen.


Beispielsweise die Reaktion auf den kürzlich veröffentlichten Bericht des Weltklimarates, der eine Begrenzung des klimabedingten Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad empfiehlt:
Um die Formulierung, wie mit diesem Bericht umgegangen werden soll, hat man gerungen. Der Bericht wurde von Saudi-Arabien, Kuwait, Russland und den USA lediglich “zur Kenntnis genommen”. Der Großteil der Länder hat den Bericht “begrüßt”. Als Resultat einigte man sich auf die Formulierung, “die rechtzeitige Fertigstellung des Berichts wird begrüßt”.
An dieser Darstellung sieht man, wie gewillt die Staatengemeinschaft ist, tatsächlich den Klimawandel zu bekämpfen. Es kann einem Angst und Bange werden. Nichtsdestotrotz wurde die Konferenz als erfolgreich bewertet.

Welche Position nimmt Deutschland ein

In Deutschland wurde eine Kommission eingesetzt, die den Ausstieg aus der Kohleverstromung ausarbeiten soll. Dabei drängt, gerade beim Kohleausstieg, die Zeit. Wie lange eine Kommission braucht um zu Ergebnissen zu kommen ist bekannt.
Eine Arbeitsgruppe soll die Verkehrswende vorbereiten. Im Jahr 2019 soll ein Klimaschutzgesetz verabschiedet werden. Man merkt, es sind einige Absichtserklärungen, Erfolg offen. Mit anderen Worten, man hat nichts greifbares abgeliefert. Dessen ungeachtet war man auch von Seiten unserer Regierung zufrieden mit dem Ergebnis.

Das Klimaschutzgesetz soll langfristig die Planung und Regelung für ein treihausgasneutrales Deutschland festlegen. Verkehr, Hausbau, Energie und Landwirtschaft sollen im Klimaschutzgesetz Vorgaben erhalten. 

Greta Thunberg spricht Klartext

Eine Schülerin aus Schweden, 15 Jahre alt, hat den Konferenzteilnehmern die Leviten gelesen. Sie spricht aus, was viele denken.

“Ihr sagt ihr liebt Eure Kinder und doch stehlt ihr vor ihren Augen ihre Zukunft.”

Sie sei nicht gekommen um die Politiker anzubetteln, da diese sie eh nur ingorieren werden, wie die ganze Zeit zuvor.

“Euch gehen die Entschuldigungen aus und uns geht die Zeit aus. Wir sind hierher gekommen um euch wissen zu lassen, es wird Veränderungen geben. Ob es euch gefällt oder nicht. Die Macht liegt bei den Menschen.”

Unter dem Strich ist das Ergebnis nach zwei Wochen mager. 
Die Hoffnung auf weitreichende Beschlüsse wurde entsprechend nicht erfüllt.
Das ist insbesondere für die von der Klimaveränderung besonders betroffenen Gebiete erschreckend.

Klimakonferenz, Eisbären auf Eisscholle

Bei der aktuell stattfindenden Klimakonferenz in Kattowitz tritt man annähernd auf der Stelle. Im Bereich Verkehr hat man bisher keinen Durchbruch erreicht. Es hat sich in Sachen CO2-Ausstoß eine Steigerung im Bereich Verkehr ergeben. Trotz immer sauberer Motoren. Allerdings werden eben im Gegenzug die Fahrzeuge immer größer, schwerer und leistungsstärker.

Mit Geld kann man nicht Alles kaufen

Deutschland gibt mehr Geld in den Anpassungsfonds, der armen Ländern beim Kampf gegen den Klimawandel helfen soll. 
Gleichzeitig verfehlt man aber seine selbst gesteckten Klimaziele bis 2020 deutlich und erteilt auch einer CO2 Steuer eine klare Absage. Dieses Mittel wählen unter anderem Frankreich, Großbritannien und die Schweiz. Diese Länder hätten ein ganz anderes Steuersystem, betonte die Bundesumweltministerin Svenja Schultze. Über einen CO2 Preis könne man diskutieren, wolle aber Leute mit geringem Einkommen nicht belasten.
Ich bin sicher, die findige Steuergesetzgebung würde eine Lösung finden, wenn sie nur wollte.


Aus dem Verfehlen der Klimaschutzziele bis 2020 will man lernen und hat  jetzt erklärt, die  Ziele für 2030 zu erfüllen. Mit der Erklärung allein wird es allerdings nicht getan sein.
Für die Bemühungen Deutschlands beim Klimaschutz gab es auf der UN-Klimakonferenz den Preis: “Fossil des Tages”.
Immerhin gab Schultze an, dass es zum Kohleausstieg keine Alternative gebe. Man müsse sehen, wie man das mache und die betroffenen Regionen nicht benachteilige. 

Deutschland gibt keine Impulse im Kampf gegen den Klimawandel

Eigentlich sollten wir doch als eine der führenden Wirtschaftsnationen mit gutem Beispiel voran gehen. Dem ist leider nicht so.

Beim Klimaschutzindex, der jährlich vom NewClimate Institute und Germanwatch herausgegeben wird, ist Deutschland auf Platz 27 von 60. Gewertet werden dabei die weltweit größten CO2-Verursacher und die Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele. 
Dabei war Deutschland 2009 mal auf Platz zwei in dieser Aufstellung. 
Beim Emissionsniveau gibt es in Deutschland einen Stillstand auf hohem Niveau. Der ursprünglich einmal starke Ausbau der erneuerbaren Energien flaut ab. Der Kohleausstieg ist nach wie vor nicht beschlossen.
Die Verkehrswende kommt nicht voran.
Es bedarf einiger Anstrengungen um im Ranking wieder aufzusteigen. 

Übrigens sind die USA auf Platz 59, dem vorletzten Platz in diesem Ranking. Nicht verwunderlich, wenn man sich die gegenwärtige Politik ansieht.

Umrisse Auto Lichtmalerei

Ganz so drastisch reagieren die wenigsten, wenn ich Ihnen von meiner Entscheidung erzähle. Aber auch diese Äußerung gab es schon. Die Reaktionen reichen von Neugier bis Unverständnis. Aber das macht ja erst mal nichts.

Wieso soll es ein Elektroauto sein

Nun, den Anstoß in meinem Fall gab (neben meinem Pedelec) ein Freund, der sich entschieden hat zu wechseln. Und der hatte bisher eigentlich immer relativ gut motorisierte, nicht zu kleine Premiumfahrzeuge.
Das brachte mich dann mal zum Nachdenken und recherchieren. Unter anderem deshalb hab ich auch den Blog ins Leben gerufen, um andere einfach mal zum Nachdenken anzuregen. Was der Einzelne dann daraus macht, ist ja seine eigene Entscheidung. Aber vielleicht schaff ich es, den Einen oder vielleicht sogar den Anderen auch noch, zu überzeugen. 😉

Also der Anfang im Kopf war gemacht. Je mehr Informationen ich hatte, umso interessanter wurde das Thema für mich. Nun bin ich relativ schnell von neuen Sachen zu begeistern. Also erst mal abwarten. Bis zur ersten Probefahrt.
Ja, da war es dann passiert. Die Entscheidung war unumstößlich. Ich halte sie auch nach wie vor für richtig.

Der Hyundai Ioniq wurde noch in der selben Woche bestellt und das Ende der Verbrenner Ära für mich, hoffentlich auf Immer, besiegelt.

Mit der erste Grund zu Wechseln war ursprünglich der Kostengedanke. Das erscheint mir zwar momentan eher nachrangig, damals war es mir sehr wichtig. Für die Anschaffung fällt erst mal eine höhere Summe an, eigentlich für mich der größte Betrag, den ich bisher für ein Auto ausgegeben habe.
Vergleicht man das allerdings mit einem ähnlich ausgestatteten Modell aus deutschen Landen, so relativiert sich der Preis wieder. Und wenn ich mich auf der Autobahn umsehe, welche Kaliber da überwiegend unterwegs sind…..da bin ich dann trotzdem eher am unteren Ende angesiedelt, was den Preis betrifft. Also so ganz unvernünftig finde ich es nicht, diese Summe auszugeben.
Allerdings, und das hat mich gereizt, die Betriebskosten sind dann doch erheblich niedriger als für meinen jetzigen Diesel. Das fängt dann auch wieder einen Teil des Kaufpreises auf. Man muss allerdings schon auch eine gewisse Kilometerleistung pro Jahr haben, um die ursprüngliche Mehrausgabe wieder aufzufangen.

Je mehr Fakten über die Elektromobilität im Vergleich zu den Verbrennern ich aufsaugte, desto bewusster wurde mir, welche Umweltverschmutzung hinter der Mobilität an sich steckt. Irgendwie verdrängt man das immer ein wenig was man da anrichtet. Das Elektroauto ist hier auch nicht das Allheilmittel. Aber doch deutlich sauberer, nachhaltiger und vor allem auch leiser. Gut, die Abrollgeräusche sind immer noch da. Wenn man sich jedoch mal an einer Hauptverkehrsader, zum Beispiel  an der Fußgängerampel, aufhält und bewusst hinhört… Wahnsinn. Welcher Lärm. Getoppt noch von manchen Sportwagen mit Klappenauspuff, die munter vor sich hin knallen. Ja sind wir denn eigentlich alle bescheuert? Vermutlich nicht. Aber irgendwie setzen wir scheinbar die Prioritäten falsch. Zumindest in meinen Augen.
C02, Stickoxide, Feinstaub. In aller Munde. Im wahrsten Sinne des Wortes. Je höher die Zahl der Elektroautos, desto geringer die lokale Verschmutzung. Wir können mit Elektromobilität nicht die Welt retten, aber wir können einen kleinen Teil dazu beitragen. Und irgendjemand muss anfangen.

Bei der Probefahrt am beeindruckendsten sind unzweifelhaft die Fahrleistungen. Das Ding geht vom Stand weg ohne Schaltruck, ohne Vibrationen, ohne angestrengt zu wirken, ab. Und wie. Es macht Spaß. Und wenn man sich  dann noch ansieht, welche Verbrenner Motoren notwendig sind, um solche Leistungen abzugeben. Das macht das Ganze dann irgendwie sogar absurd. Gut, der Ioniq ist jetzt nicht der Sportwagen unter den E-Mobilen, aber im Sportmodus ist selbst der flott unterwegs. Ich denke, da brauch ich schon einen Turbo aufgeladenen 2 Liter Motor mit 200 PS um da mitzuhalten. Zumindest bis zur Autobahn Richtgeschwindigkeit…..
Ich hab neulich einen ganz interessanten Vergleich zum Leistungsgewicht gehört. Welchen Aufwand man beim Verbrenner betreiben muss, um diese Leistung bereitzustellen….

Ich bin überzeugt, mit meiner Entscheidung zum E-Auto richtig zu liegen. Jetzt noch den passenden Stromhändler dazu, der ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien anbietet, und ich denke, ich hab meinen CO2 Fußabdruck verringert. Es gibt anschließend immer noch genügend Stellschrauben, an denen ich drehen kann, um das noch weiter voranzutreiben.

alter Anhänger für Öltransport

Eine gebetsmühlenartig wiederholte These der Elektroauto-Gegner ist, dass die Verbrenner bedeutend weniger Ressourcen und Energie verbrauchen als Elektroautos. Wenn man denn die Umweltverschmutzung berücksichtigt, die beim Herstellen des Akkus entsteht. Ist das so?

Die CO2 Bilanz in diesem Artikel gibt Antworten.

Wie kommt Benzin und Diesel in den Tank

Bis man den begehrten Energieträger aus der Zapfpistole in den Tank befördern kann, sind einige Schritte notwendig.

Beginnen wir doch mal an der Ölquelle. Rohöl wird aus der Erde gefördert. Die Zweige Fracking und Ölsande lassen wir jetzt mal außen vor. Damit würde die Energiebilanz noch erheblich schlechter ausfallen.
Um Rohöl zu fördern braucht man Energie. Den Energieaufwand kann ich nur schwer beziffern. Aber einfach mal im Hinterkopf behalten.
Dann müssen wir das Rohöl über Pipelines oder Schiffe zu den Raffinerien transportieren. Eine Pipeline braucht in Abständen Pumpen, damit der Fluss aufrecht erhalten wird. Tanker brauchen einen nicht unerheblichen Teil an Schweröl, dass alles andere als sauber verbrannt wird.

Ganz abgesehen vom Energieverbrauch kommt es dabei immer wieder zu verheerenden Unglücken.
Hier nur einmal die Tanker- und Ölunglücke seit dem Jahr 2000

  • 2001           Galapagos Inseln                          900 Tonnen       Treibstoff                      Navigationsfehler
  • 2002           Jemen                                         14.500 Tonnen        Rohöl                             Bombenanschlag
  • 2002           Spanien                                      63.000 Tonnen        schweres Heizöl        Grundberührung
  • 2003           arabisches Meer                     12.000 Tonnen         Rohöl                             Gestrandet
  • 2006           Libanesische Küste               10.000 Tonnen         mittelsch.Heizöl       Libanonkrieg
  • 2007           Südkorea                                   10.500 Tonnen         Rohöl                             Kollision
  • 2009           vor Oslo, Naturschutz             1.100 Tonnen         Dieselöl                        auf Grund gelaufen
  • 05/2010    Golf von  Mexiko                   672.000 Tonnen         Rohöl                             Ölplattform Deepwater Horizon
  • 05/2010    Nigerdelta                                  80.000 Tonnen         Rohöl                             Defekte Ölpipeline
  • 07/2010    Hafen von Dalian                    40.000 Tonnen         Rohöl                              Explosion Pipeline

Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Aber es verdeutlicht die enorme Umweltgefahr die von den Transporten ausgeht.

Weiter geht’s mit dem Cracking in den Raffinerien. Auch da bekommt man kaum Informationen über den dafür notwendigen Energieeinsatz. Wer schon einmal an einer Raffinerie vorbeigefahren ist, hat aber wohl eine ungefähre Vorstellung was da passiert.

Von der Raffinerie zu den Tanklagern, oder direkt an die Tankstellen erfolgt der Transport per Bahn oder per LKW.

Zu guter Letzt benötigt auch die Tankstelle noch Energie um den Treibstoff über die Zapfsäule in den Tank zu befördern.

Wieviel CO2 entsteht von der Ölquelle bis zur Zapfpistole

Das Bayrische Landesamt für Umwelt und das Umweltbundesamt geben an, dass für Benzin/Diesel 500 Gramm bis 700 Gramm an CO2 vom Bohrloch bis zur Tankstelle anfallen. Welche Faktoren da jetzt im Einzelnen berücksichtigt wurden kann ich nicht genau sagen. Diese oben genannten Werte gelten je Liter Treibstoff.

Und beim Fahren?

Als Beispiel nehme ich hier die Daten von Autos des Herstellers Hyundai, da wir selbst einen I30 Benziner im Haushalt haben. Von daher hab ich zumindest bei diesem Fahrzeug reale Verbrauchswerte.

Hyundai I30 1,4 GDI        Verbrauch 6,3 Liter Superbenzin             14,68 kg CO2/100 km
Hyundai I 30 Diesel         Verbrauch 4,8 Liter Diesel                           12,67 kg CO2/100 km
Hyundai Ioniq                   Verbrauch 14 kwh                                             7,00 kg CO2/100 km bei konventionellem Strom
Hyundai Ioniq                   Verbrauch 14 kwh                                             0,70 kg CO2/100 km bei Ökostrom

Die Quellen für den CO2 Ausstoss stammen vom Bayrischen Landesamt für Umwelt. Die CO2 Bilanz auf Dauer spricht deutlich für das Elektroauto.
Hinzu kommen dann noch die o.g. Mengen von 500 bis 700 Gramm pro Kilometer für den Weg vom Bohrloch bis zur Tankstelle.
Da die meisten Elektrofahrzeug Nutzer wohl zu 100 Prozent Ökostrom tanken, ist der Unterschied beträchtlich.
Die Werte für die Herstellung von Solarzellen, Windkraftwerken und Biogasanlagen spare ich mir hier. Ansonsten müsste man auch die Energiekosten für die Herstellung von Bohrplattformen, Pipelines, Tanker, Raffinerien und Tankstellen einrechnen….
Fakt ist, wir müssen den CO2 Ausstoß minimieren.

Aber der Akku….

Die Herstellung der Akkus für die Elektroautos ist in der Tat sehr energieintensiv. Und damit verhagelt es ein wenig die gute Umweltbilanz im Fahrbetrieb der E-Autos. Es braucht eine gewisse Fahrstrecke um den CO2 Rucksack des Akkus wieder “abzufahren”. Die Schätzungen über die benötigte Energie gehen dabei, je nach Studie, weit auseinander.

3.700 bis 6.000 kg CO2 entsteht bei der Herstellung einer Batterie mit einer Kapazität von 30 kWh.
Zu bedenken ist hier, dass immer größere Akkus auch zu einer höheren CO2 Belastung führen, welche die benötigte Kilometerleistung weiter nach oben drücken.
Ausschlaggebend für die CO2 Bilanz ist der für die Herstellung der Batterie verwendete Strom. Aus welchen Quellen stammt dieser? Im besten Fall aus Ökostrom. Doch davon ist man noch weit entfernt.

Eine genaue Aufschlüsselung über die Berechnung findet sich bei energieexperten.ch. 

Fazit

Je nach Studie und je nach Berechnung kommt man auf unterschiedliche Ergebnisse, ab wann das Elektroauto sauberer fährt.
Aber, vor allem mit Ökostrom, es lässt sich erheblich umweltschonender betreiben als jeder Verbrenner. Die zurückzulegende Kilometerleistung um sauberer zu werden schwankt, je nach Betrachtung von 40.000 km bis 100.000 km. Je größer der Akku desto länger brauch ich logischerweise.
Ich denke aber, dass man bei der Batterieherstellung das Augenmerk immer mehr auf umweltfreundliche Energie legen wird und dann verschiebt sich die ohnehin schon gute Bilanz noch weiter zu Gunsten des E-Autos.
Tesla legt zwar auch keine wirklichen Zahlen offen, jedoch wird angegeben, dass zur Herstellung der Batterien überwiegend erneuerbare Energien verwendet werden

Es ist schwer von gewohnten Sachen wegzugehen. Aber ich sehe es bei mir. Seit ich mich mit dem Thema Elektromobilität intensiver befasse, erscheint es mir immer verrückter, einen Verbrenner zu bewegen. Es muss nur mal Klick machen. Am besten bei einer Probefahrt.
Und die Verfechter der Verbrenner fangen irgendwann an umzudenken. Davon bin ich überzeugt. Nur missionieren ist der falsche Weg. Man kann nur Denkanstöße liefern. Entscheiden darf bei uns, noch, jeder selbst.