EnBW Ladehub

EnBW Ladepark Wörth an der Donau

Die Ladeinfrastruktur im Raum Ostbayern wächst erneut an. Insgesamt hat sich in den letzten Jahren der Ausbau bundesweit erheblich beschleunigt. Es gibt aber nach wie vor weiße Flecken auf der Landkarte. Auf der A3 Regensburg-Passau gibt es nun etwa 20 Kilometer östlich von Regensburg an der Ausfahrt Wörth/Wiesent, beim angrenzenden Gewerbegebiet eine neue Lademöglichkeit.

8 neue HPC Ladesäulen

Wie oben zu sehen, wurden am Standort Wörth an der Donau 8 300 kW-HPC Ladesäulen mit 12 DC und 4 AC Ladepunkten installiert. Diese befinden sich, lobenswerterweise, unter einer Überdachung, welche mit Solarpaneelen versehen ist. Eine Überdachung fehlt oftmals, was gerade in der kalten Jahreszeit wenig angenehm ist. Außerdem bietet die Überdachung auch eine Beleuchtung. Ebenfalls keine Selbstverständlichkeit.
In unmittelbarer Nähe befindet sich eine ARAL-Tankstelle und ein Mc-Donald, sowie ein Rabe Bikestore, für die Elektromobilität auf 2 Rädern. Für Ladeweile ist also gesorgt.
Das Gewerbegebiet selbst ist nur wenige Meter von der Autobahnausfahrt Wörth/Wiesent entfernt. Die Fläche des Ladeparks ist großzügig gestaltet und bietet auch Platz für eine Vergrößerung nach Bedarf.

Mitgedacht hat man auch bei den Parkflächen an den Ladesäulen. Jeweils an der Stirnseite des Ladeparks befinden sich zwei Plätze die für Gespanne (Wohnwägen oder ähnliches) vorgesehen sind. So haben auch diese Fahrzeuge eine Lademöglichkeit ohne groß rangieren, oder gar den Anhänger abhängen zu müssen.

EnBW baut Ladeinfrastruktur massiv aus.

Laut Auskunft von EnBW will man in den nächsten Monaten deutschlandweit noch zahlreiche Ladeparks errichten. Bis 2025 will man an insgesamt 2.500 Standorten HPC-Ladesäulen anbieten. Dafür investiert die EnBW jährlich bis zu 100 Millionen Euro.
Ehrgeizige Ausbaupläne, vor allem mit zuverlässiger Infrastruktur.
Außerdem wurde angekündigt, dass man an 106 Bauhaus-Filialen HPC Ladesäulen mit einer Leistung von 300 kW errichten will.
Während des Einkaufs kann man so ohne Probleme seinen Akku wieder füllen. 30 Minuten Einkaufszeit reichen oftmals für 400 km Reichweite.

Ein Ladehub mit ganz anderen Dimensionen wird in Kamen entstehen. Dort plant man an einem Standort 52 HPC Ladepunkte.

Ladeinfrastruktur wächst

Alleine die Bemühungen der EnBW zeigen, dass Angebot an verfügbaren Schnellladepunkten wächst innerhalb der nächsten Jahre massiv. Viele Kritiker führen immer wieder an, daß es keine Lademöglichkeiten gibt. Langsam wird dieser Kritikpunkt allerdings entkräftet. Es ist zu Erkennen, daß der Ausbau der Ladeinfrastruktur durchaus mit dem Hochlauf der Elektromobilität mithält. Vor allem an den Fernverkehrsstrecken.

Auf der Strecke Nürnberg-Passau hat man nun alle ca. 80 Kilometer einen Ladepark mit mehreren HPC-Ladesäulen. Alleine in Regensburg gibt es inzwischen eine Vielzahl an Schnellladesäulen, u.a. auch einen Standort von Allego mit 4 Ladesäulen bei der Ausfahrt Regensburg-Ost.

Als kleines Beispiel aus eigener Erfahrung:

Vor 3 Jahren fing ich mit einem Hyundai Ioniq an elektrisch zu fahren. Auf einer öfter befahrenen Strecke von Regensburg nach Burghausen, insgesamt 280 km Hin- und Rückweg, musste ich jeweils einmal Zwischenladen.
Auf direktem Weg gab es eine 50 kW-Ladesäule in Reischach bei einem EDEKA-Markt.
Mit Umwegen war noch eine weitere 50 kW-Ladesäule in Mühldorf erreichbar. Also relativ wenig Schnellladeinfrastruktur. Aber auch da gab es kaum Probleme.

Jetzt, in 2021 habe ich auf der selben Strecke 7 Schnellladepunkte. Mehrere sogar mit 300 kW. Mit meinem Tesla hätte ich in Mühldorf zusätzlich noch über 20 Supercharger verfügbar.
Ausgelastet sind diese Säulen bei weitem nicht. Sprich, die Ladeinfrastruktur legt vor, die Elektroautos ziehen nach. Es geht voran!

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